Leben

Wellen an Küsten

Wellen im Sand

sanft gleitende Spuren verfließen am Strand.

Wind weht übers Land.

Trägt mit sich, was nachgibt, was weich ist, sich birgt – und sich formt.

Nichts hält ihm stand.

Glatt ruht der Sand.

Wellen an Felsen

schroff stürzt sich das Land ins Meer, in die Brandung.

Sturmböen peitschen den Sand, zerklüftet den Strand.

Zerschlagen, was nachgibt, was weich ist, sich bäumt – und sich formt.

Nichts hält ihnen stand.

Zerzaustes, verkantetes Land.

Sturmböe und Windspiel – dein Leben, dein Land

voller Kontraste, in dich eingebrannt.

Es zaust dich und trägt dich, verwöhnt dich und schlägt dich.

Du bist wie gebannt.

Willst fliehen – gehst weiter – und spürst eine ordnende Hand

in diesem dir fremden und dir doch so eigenen Land.

Gehst standfest und biegsam – im Sand.

Ilka Rehse für Annette zur Eröffnung ihres kleinen Yoga-Zentrums in Erfurt, 2004

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